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Allein im wilden Osten


Seit 2002 bereise ich die Waldkarpaten.

Mit dem Einblick in das Leben dort möchte ich dem Vorurteil vom Armenhaus Europas widersprechen und in beeindruckenden Bildern  nahe bringen.


Ich distanziere mich von sämtlichen Hilfsorganisationen, die in Rumänien tätig sind.
Ich plädiere zu einer Hilfe zur Selbsthilfe, die mit der Wertschätzung beginnt und die Menschen vor Ort motivieren kann.

http://www.der-spendenkomplex.de.tt/

Rumänische Waldkarpaten

Pferdefuhrwerke prägen das Straßenbild. Auf den Feldern ärmlich gekleidete Menschen mit Sense und Sichel bei der Feldarbeit. Und das mitten im modernen Europa?  
In den Rumänischen Waldkarpaten fühlt man sich um ein Jahrhundert zurückversetzt. Eine abenteuerliche und wundersame Welt tut sich auf, deren besonderen Reiz man einfach erliegen muss, wenn man sich auf diese ganz persönliche Entdeckungsreise einlässt. Am Anfang war es meine Neugier, die mich in diese abgelegene Bergregion trieb. Am Ende war es der Zauber der verborgenen Kraft, der  von allem ausgeht, mich gefangen hielt und auch heute noch fasziniert. Das vergessene Grenzland am äußersten Rand Europas hat eine Lebens- und Denkart bewahrt, die ursprünglicher nicht sein kann. Heimelige Dörfer, klare Flüsse, imposante Bergzüge und weite Täler prägen die große Senke in den Ostkarpaten im Norden Rumäniens. Marmatien (Maramuresch), das sind die von Bauern und Hirten bewohnten Täler der Iza und Mara. Tradition ist lebendig und wird gelebt. Sie hat die Stürme der Zeit überdauert. Diese einzigartige, unberührte Region zeichnet sich zudem durch eine besondere Gastfreundlichkeit aus. Die Menschen haben sich trotz ihres oft an Armut grenzenden Lebensstandards eine selbstverständliche Offenheit und Herzlichkeit bewahrt, die uns „Westler” tief beschämen und nachdenklich stimmt.

Meine persönlichen Reiseberichte auf anderen Internetportalen:

  • Wilder Osten  
http://rennkuckuck.de/php/reisen/Wilder_Osten_2007.php

  • Im Winter in den Karpaten
http://www.karpatenwilli.com/reise42.htm

  • Time out- Ausstieg auf Zeit
http://www.karpatenwilli.com/reise26.htm


Vorträge:

  • Allein im wilden Osten - Erfahrungen einer Auszeit

Viele Regionen werben mit dem Schlagwort von der „unberührten Natur” und halten kaum, was sie versprechen. Doch die östlichen Länder haben sie noch - die letzen Wildnisgebiete Europas. Meine Solotour begann hinter Deutschlands Ostgrenze, der Böhmischen Schweiz. Sie führte entlang der bizarren Sandsteinformationen in Tschechien über die verträumten stillen Dörfer der Slowakei, bis hinauf zu den blumenübersäten Hochtälern der Tatra.  Sie endete in einer Hütte im einsamsten Gebirge Rumäniens, den Waldkarpaten. Zu Beginn der Abenteuertour im Juni sang mir noch die Nachtigall das Abendlied. Am Ende sah ich die Spuren der Bären, die es vor dem einbrechenden Winter in niedere Gefilde trieb. In Tagebuchnotitzen habe ich Begegnungen mit Natur und Menschen festgehalten. Die  Bilder sollen Neugier wecken, um die Türen zu den Natur-Paradiesen zu öffnen. 


Rodna Gebirge, Waldkarpaten Foto: Christa Schudeja



Dauer: 90 Minuten

Dias  und  Musik aus der Karpatenregion


  • Und es waren Hirten auf dem Felde...

Ein wenig idyllisch hören sich die Worte an, so wie Lukas das Geschehen auf den Feldern um Bethlehem beschreibt. Doch wir wissen zu genau, dass das Leben der Hirten nicht einfach war. Auf einer Tour durch die rumänischen Waldkarpaten stieß ich auf Schafherden und Hirten, die wie  Statisten in einem Film aus längst vergangener Zeit anmuteten. Ernüchternd war zu erleben, wie sich der Alltag in den Bergen wirklich abspielt, das Melken der Schafe und die mühsame Zubereitung von Käse, die Nächte am Feuer und der Schutz der Herde vor wilden Tieren. „Nerantabil“ , d.h. unrentabel, so hörte ich mich oft sagen. Doch stand mir diese Beurteilung eigentlich zu? Aus der Perspektive der Marktwirtschaft war sie sicher richtig. Muss man aber Arbeit nicht auch noch anders bewerten? Das einfache Leben der Hirten und Bauern in Nordrumänien, dessen Lebendigkeit fasziniert und deren Gastfreundschaft schon beschämt, lässt die Frage aufkommen, ob wir Armut und Reichtum nicht neu definieren müssen.


Dauer: 90 Minuten

Dias, Musik (CD) aus der Karpatenregion


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